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Für viele Jahre war die Papierpreisentwicklung relativ stabil. Doch im vergangenen Jahr hat sich das drastisch geändert. Eine gesamte Branche steht nun unter Preisdruck.

Gestiegene Kosten – vor allem für Zellstoff, aber auch für Roh- und Hilfsstoffe, Energie und Logistik – haben die Produzenten für Papier und Karton veranlasst, die Preise im Frühjahr massiv zu erhöhen. Weitere Erhöhungen sind für den Sommer bereits angekündigt.

Was ist der Grund?

Über Jahre haben die Papierhersteller ein Überangebot auf den Markt geworfen und untereinander Preisdumping betrieben. Dies hat sich geändert: Viele Hersteller bauen Überkapazitäten ab, schließen Fabriken, senken das Angebot und erhöhen die Preise, ohne befürchten zu müssen, dass die Kunden den Anbieter wechseln. So hat zum Beispiel in Finnland der Wegfall von Produktionskapazitäten den Weltmarkt um zirka eine Million Tonnen gestrichene holzfreie  Bilderdruckpapiere bereinigt. Zudem kam es in Deutschland in diesem Bereich durch Fusionen von Papiergroßhändlern zu einer Marktkonzentration. Nur noch eine Handvoll Adressen umfasst in Deutschland der Papiergroßhandel, der sich an die grafische Industrie und Druckbranche richtet.

Knappe Rohstoffe, mehr Nachfrage

Angeheizt wird die Preissituation zudem dadurch, dass Zellstoff, der für die Papierproduktion benötigt wird, teurer wird. Ein weiterer Preistreiber ist zudem die gestiegene Nachfrage nach Verpackungsprodukte. Dazu hat auch der durch den anhaltenden Lockdown stark angestiegene Internet-Versandhandel beigetragen. In der deutschen Papierindustrie nehmen Verpackungspapiere mittlerweile 55 Prozent des Produktionsvolumens ein, grafische Papiere kommen auf rund 32 Prozent.

Die weltweit eingeschränkte Rohstoffverfügbarkeit, geringere Frachtkapazitäten und extrem gestiegene Frachtkosten – unter anderem auch bedingt durch die Blockade des Suezkanals durch den Containerfrachter „Ever Given“ – sowie die verstärkte Bezugsmengenverlagerung von Asien nach Europa führen zu einem deutlichen Preisanstieg auf allen Stufen der Verpackungsproduktion.

Zum anderen schränken Importzölle auf Recyclingqualitäten, insbesondere auf den asiatischen Märkten wie China, die Verfügbarkeit ein, verknappen das Angebot und treiben die internationalen Papierpreise in die Höhe – was sich auch auf den deutschen Markt weiter niederschlagen wird.

Gerd Staehle

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